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04.11.2002
1000 Fragen: Beteiligung in den ersten Wochen uebertrifft alle Erwartungen
Bonn (ALfA). "Muss ich mich schuldig fuehlen, wenn ich trotz einer vererbbaren Sehbehinderung ein Kind in die Welt setze?" "Wer ist bei einem geklonten Mensch Vater, wer Mutter?" "Was unterscheidet aus ethischer Sicht eigentlich importierte von deutschen embryonalen Stammzellen?"
So lauteten drei der inzwischen ueber tausend Fragen, die bisher auf der website www.1000fragen.de eingegangen sind. Damit seien bereits drei Wochen nach dem Start (Bio-)Ethik-Initiative der Aktion Mensch ein erstes Ziel des Projektes erreicht, heisst es in einer Presseerklaerung der Aktion Mensch.
Seit dem 10. Oktober ruft die Aktion Mensch in Anzeigen, Plakaten und Kinospots bundesweit dazu auf, sich mit Fragen an der bioethischen Diskussion zu beteiligen. 1000Fragen will die (bio-)ethische Diskussion neu aufnehmen und zu einer breiten demokratischen Meinungsbildung ueber Chancen und Risiken der Modernen Medizin und Biotechnologie beitragen.
"Zwar nahmen die auf hohem Niveau gefuehrten Debatten zu bioethischen Fragen in der Vergangenheit breiten Raum in den Medien ein, aber die Oeffentlichkeit und speziell Menschen mit Behinderung waren dabei nur Zaungaeste. Bevor verbindliche Antworten fuer alle gegeben werden, muessen erst die richtigen Fragen gestellt werden - von allen." fasst Heike Zirden, Pressesprecherin der Aktion Mensch, den Hintergrund fuer die Initiative zusammen. "Die Menge der Leute, die in den vergangenen Tagen unter www.1000fragen.de ihre Fragen eingegeben haben, zeigt, wie gross der Wunsch ist, sich ueber diese Themen auszutauschen", so Zirden weiter.
Besonders haeufig zielen die abgegebenen Fragen auf das Thema Designer-Baby und die Einstellung zu bzw. den Umgang mit Krankheit und Behinderung. Besucherinnen und Besucher der Website koennen aber nicht nur eigene Fragen stellen, sondern auch die Fragen anderer kommentieren.
Ueber 4000 Kommentare sind bisher zu den Fragen abgegeben worden ? allein ueber hundert davon reflektieren die Frage nach dem Sinn des Lebens. "An einigen Fragen haben sich lebhafte Diskussionen entfacht: Beispielsweise an der Frage nach Unsterblichkeit', der Vorstellung von Glueck, Sterbehilfe und der Einstellung gegenueber Menschen mit Behinderung", so Zirden.
Alle bisher gestellten Fragen samt Kommentaren sowie Hintergrundinformationen zum Thema Bioethik finden sich im Internet unter http://www.1000fragen.de. Die Adresse bietet darueber hinaus auch Dossiers zu bioethischen Themen, Statements von Prominenten und Experten. Erweitert wird der Inhalt der Website in den nAechsten Wochen noch um Online-Chats mit Prominenten Fachleuten. Die ersten Gespraechspartner werden sein:
Ex-Justizministerin Herta Daeubler-Gmelin am 5. Dezember 2002 von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr. Des Weiteren sind Chats mit den Schauspielern Peter Radtke und Ervin
Aljukisch geplant.
Mindestens bis Ende Februar 2003 sammelt das 1000Fragen-Projekt weitere Fragen. Danach werden die gesammelten Fragen an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft uebergeben und eine Auswahl auf Plakaten, in Anzeigen und Kino-Spots veroeffentlicht.
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