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29.10.2002
Klont mit mir: Jaenisch will Klonen zu Forschungszwecken unter staatlicher Aufsicht
ALfA. Der diesjaehrige Robert-Koch-Preistraeger Rudolf Jaenisch hat sich fuer staatlich kontrollierte und gefoerderte Forschung an embryonalen Stammzellen und zum therapeutischen Klonen ausgesprochen. Die Aussichten auf eine Anwendung von Stammzellen fuer die Behandlung verschiedenster Krankheiten seien gut, sagte er in einem am Freitag veroeffentlichten Interview mit der nur im Internet erscheinenden "Netzzeitung". Deshalb duerfe diese Art von Forschung nicht behindert werden.
Jaenisch nimmt am Montag den mit 65 000 Euro dotierten Robert-Koch-Preis 2002 in Bonn entgegen. Er wird damit fuer seine Leistungen auf dem Gebiet der embryonalen Stammzellbiologie geehrt.
Der aus Deutschland stammende und am Massachusetts Institute of Technology in den USA arbeitende Klonforscher wendet sich in dem Interview allerdings vehement gegen das reproduktive Klonen. Leuten, die dies derzeit versuchten, muesse das Handwerk gelegt werden, sagte er.
Laut Jaenisch ist es aus biologischen Gruenden voellig unmoeglich, per Klontechnik gesunde Menschen zu erzeugen. Auch bei Tieren koenne dies nach seiner Ansicht nicht funktionieren. Bei jedem Klon seien, selbst wenn er lebensfaehig sei, schwere Defekte zu erwarten, die oft erst in spaeteren Lebensphasen zu Tage treten wuerden.
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