Symbolfoto, © Sebastian Ständecke, www.pixelquelle.de Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen

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18.11.2002

Wagner liest Deutschland in BILD die Leviten

In der BILD-Zeitung (Ausgabe vom 12.11.) findet sich in der Kolumne "Post von Wagner" ein bemerkenswerter Kommentar von Franz Josef Wagner, den wir hier ungekuerzt dokumentieren:

"Liebe Politiker im Rentenchaos,
also, ich habe mein ganzes Leben reinbezahlt - wie bei einer Versicherung, und wenn irgendwann mein Versicherungsfall eintritt, mein Alter, dann rechne ich mit meiner Rente - nicht als Wohltat, sondern als Lohn meiner Arbeit. Eigentlich war das klar. Aber Ihr Politiker sagt nun, dass ueberhaupt nichts klar ist, weil unsere sozialen Sicherungssysteme nicht mehr stimmen. Wir sind ein Land wie ein Baum, der oben dick, knorrig und schwer ist und unten keine Wurzeln mehr hat. Beim naechsten Wind kann er umfallen.
Warum hat der Baum keine Wurzeln, die ihn ernaehren? Warum haben wir immer weniger Kinder, die uns Rentner einmal ernaehren? Schimpfen Sie mich ruhig einen reaktionaeren Katholiken. Aber eine Gesellschaft, die beginnendes menschliches Leben nicht besser schuetzt als Kaulquappen, hat eben weniger Kinder (das Statistische Bundesamt meldet fuer das Jahr 2001 insgesamt 134.964 Schwangerschaftsabbrueche). Eine Gesellschaft, in der Chefs sagen duerfen "...aber werden Sie mir bloss nicht schwanger", stirbt eben aus. Eine Gesellschaft, in der die Mutter mit drei Kindern gefragt wird "... und was sind Sie von Beruf?", hat keine Chance.
Der Begriff Proletarier kommt aus dem Lateinischen und heisst "der, der nichts hat als seine Kinder". Wir sind aermer dran als die im alten Rom.
Herzlichst
Ihr Franz Josef Wagner"

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