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18.09.2002
"Deutsche offensichtlich für andere Biopolitik" - Aktuelle Allensbach-Ergebnisse bestätigen dimap-Umfrage des BVL von April
Aus Anlass der in "Geo Wissen" veröffentlichten Allensbach-Umfrage zur Biomedizin erklärt die BVL-Bundesvorsitzende, Dr. med. Claudia Kaminski:
Die im Bundestag vertretenen Parteien tun gut daran, den von ihnen in der Biopolitik verfolgten Kurs zu überdenken. Denn ihm fehlt ganz offensichtlich der Rückhalt in der Bevölkerung. Das belegt die erfreuliche Deckungsgleichheit zweier verschiedener repräsentativer Umfragen.
Dem Trend nach decken sich viele der gestern veröffentlichten Ergebnisse der Umfrage, die das Institut für Demoskopie Allensbach für "Geo Wissen" ermittelt hat, mit den Resultaten einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut dimap im April im Auftrag des BVL durchgeführt hat. So begrüßen etwa auch nach der Allenbachs-Umfrage nur eine Minderheit (29 %) das neue Stammzellgesetz. In der dimap-Umfrage waren das 24 %. Dagegen lehnen laut Allensbach 64 % der Frauen und 45 % der Männer das neue Gesetz strikt ab. In der dimap-Studie waren es 74 % der Frauen und 64 % der Männer, die sich klar gegen den Import embryonaler Stammzellen aussprachen. Laut Allensbach vertreten auch nur 21 % die Ansicht, menschliche Embryonen, die bei der künstlichen Befruchtung nicht mehr benötigt würden, sollten für die Forschung freigegeben werden. In der dimap-Studie waren es 23 %. Dagegen hielten 71 % die Bestimmungen des Embryonenschutzgesetzes für richtig. Auch dass laut "Geo Wissen" Unterschiede zwischen den Konfessionen kaum messbar waren, deckt sich mit unseren Erfahrungen. Auch dimap ermittelte keine signifikanten Unterschiede in den Werthaltungen von Konfessionslosen und konfessionell Gebundenen.
Der BVL fordert die Politik auf, endlich zur Kenntnis zu nehmen, dass der Lebensschutz weder das alleinige Anliegen von Christen ist, noch derart übergangen werden darf, wie das derzeit geschieht und auch im Wahlkampf besichtigt werden konnte. Dass die Menschen dafür auch auf die Straße gehen, wurde am Samstag wieder in Berlin deutlich, als im Rahmen einer Demo 1.000 Kreuze durch die Hauptstadt aus Protest gegen die hohen Abtreibungszahlen getragen wurden (Bildmaterial kann angefordert werden).
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