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17.10.2017

„Zukunft statt Abtreibung!“

5. Kundgebung vor der Abtreibungsklinik von Friedrich Stapf in München-Freiham mit über 250 Teilnehmern ein starkes Zeichen für das Leben

(PM) Vergangenen Sonntag, am 15.10.2017, war der Platz vor der Abtreibungsklinik voll: junge Teilnehmer, viele Familien, eine Gruppe aus Österreich sowie ein Bus voller Lebensschützer aus Baden-Württemberg waren zur Kundgebung „Zukunft statt Abtreibung!“ angereist.

Angesichts des Gebäudes, in dem Tag für Tag bis zu 20 schwangere Frauen hineingehen, um Stunden später ohne ihr „Baby im Bauch" wieder hinauszugehen, fragte Christiane Lambrecht, Landesvorsitzende der CDL Bayern: „Warum stehen wir hier? Wir wollen, dass keine Mutter mehr aus Druck, Verzweiflung oder wegen finanzieller Sorgen dieses Ärztehaus ohne ihr Baby im Bauch verlässt. Wir fordern in den Schulen eine bessere, lebensbejahende Sexualaufklärung und Bildung. Wir brauchen eine familienfreundliche Politik, z. B. ein Familiensplitting. Die Beratungsqualität in den offiziellen Stellen muss verbessert werden. Wir fordern eine echte Willkommenskultur für Mütter und Kinder!“

Antonia Egger, RV-Vorsitzende der ALfA München, die seit der Geburt im Rollstuhl sitzt, erklärte eindrucksvoll, wie erfüllt ihr Leben sei.

Der Erlanger Kinderarzt Prof. Dr. Holm Schneider, stellvertretender Bundesvorsitzender der ALfA, kam in Begleitung des 16-jährigen Jonathan, der das Down-Syndrom hat und ihn morgens im Zug beim Schachspiel wieder einmal besiegt hatte. Schneider wies unter anderem darauf hin, dass die Diagnose des Down-Syndroms bei 9 von 10 Kindern zur Abtreibung führe.

Josef Dichgans, Landesvorsitzender der CDL Baden-Württemberg, kritisierte, dass der CSU-Funktionär Hans Hammer Vermieter des Gebäudes ist: „Wenn ein kommunistischer Funktionär beruflich Kapitalist ist, ist er unglaubwürdig. Wenn ein Grüner Massentierhaltung betreibt oder ein Atomkraftwerk vermietet, ist er für seine Partei untragbar. Dass ein Parteifunktionär Räume an den bekanntesten Abtreiber im Land zum Betrieb einer Abtreibungsklinik vermietet, fügt der christlichen Partei, in der er immerhin das Amt eines Bezirksschatzmeisters innehat, schwersten Schaden zu.“

Angelika Doose von der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) verlas einen persönlichen Brief an Herrn Stapf und stellte sich vor, wie es ohne Abtreibung wäre: „Stellen Sie sich einen Augenblick lang vor, Sie hätten in Ihrem Leben 100.000 Kindern auf die Welt geholfen! Die Wandtafeln mit den Geburtsanzeigen, die die dankbaren Eltern Ihnen zugeschickt hätten, würden Ihr ganzes Büro einnehmen – haben Sie jemals eine Dankeskarte von einer Frau bekommen, deren Kind Sie abgetrieben haben? Herr Stapf, helfen Sie mit, die Probleme zu beseitigen, nicht die Kinder!“

Die Jugend für das Leben setzte mit in den Himmel fliegenden, roten Herz-Luftballons ein Erinnerungszeichen für alle Verletzungen, die eine Abtreibung verursacht. „I have a dream“ war das Motto der Ansprache von Manuel Kuhn. Er sprach über die Hoffnung, dass wir zu einer Gesellschaft werden, in der jeder Mensch willkommen ist, in der keine Kinder abgetrieben werden und keine Mutter eine Schwangerschaft als Konflikt sehen muss.

Zuvor hatte eine Teilnehmerin berichtet, dass sie ihr zweites Kind abtreiben ließ, weil sie kein „Sicherheitsnetz“ fand, welches ihre Panik hätte auffangen können, und wie traurig sie darüber ist, dass dieses Kind nicht leben darf.

Die nächste Kundgebung vor der Abtreibungseinrichtung findet im Winter statt. Durch regelmäßige Präsenz werden CDL und ALfA weiterhin auf die menschliche wie politische Tragödie der Abtreibung verweisen, Änderungen fordern und Alternativen anbieten.


Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine von Mitgliedern der CDU/CSU 1985 gegründete, bundesweit tätige, politische Initiative, der viele Europa - und Bundestagsabgeordnete angehören.
www.cdl-online.de

Die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. ist mit über 11.000 Mitgliedern eine der größten Lebensrechtsorganisationen in Europa und beteiligt sich seit Jahrzehnten auf vielfältige Weise am politischen Meinungsbildungsprozess.
www.alfa-ev.de

Beide Organisationen sind Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).
www.bv-lebensrecht.de

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Die Meldungen aus dem Bereich Lebensrecht sind teilweise dem ALfA-Newsletter entnommen. Das Meldungs-Datum bezeichnet den Tag der Aufnahme auf diese Webseite.