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16.05.2013

Behindertenbeauftragter: Tötung von Klonembryonen zur Forschung ist unethisch und unsinnig

(Berlin/PM) Anlässlich der Berichte aus den USA über geklonte menschliche Embryonen und aus ihnen entnommene Stammzellen erklärt Hubert Hüppe, CDU-Bundestagsabgeordneter und Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen:

„Es ist ethisch unvertretbar, menschliche Embryonen durch Klonen herzustellen, um sie zur Stammzellgewinnung zu töten.

Der dafür teilweise verwendete Begriff 'therapeutisches Klonen' ist eine Irreführung. Denn es gibt keinerlei Therapie oder klinische Studie mit Klon-Stammzellen und so gut wie keine tierexperimentelle Grundlage.

Eine therapeutische Anwendung des Klonens ist auch deshalb nicht zu erwarten, weil die Wissenschaft längst weiter ist. Patienteneigene pluripotente Stammzellen (iPS) werden seit 2007 durch Reprogrammierung gewonnen, was keinen ethischen Einwänden begegnet. Yamanaka wurde dafür im vergangen Jahr mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet.

Klonen zur Stammzellgewinnung ist heute ein absoluter Anachronismus.

Das Klonen zur Stammzellgewinnung ist auf qualitativ besonders hochwertige Eizellen junger Frauen angewiesen. Sowohl die Risiken und Belastungen für die Eizellspenderinnen als auch die Bezahlung für die Eizellspende sind ethisch nicht akzeptabel.

Zu befürchten ist aber Rückenwind für das reproduktive Klonen. Sollte das Klonen so gut funktionierten, dass die Gesundheitsrisiken der Klon-Kinder überschaubar sind, könnte man mit der gleichen Argumentation wie bei PID-Rettungskindern auch geklonte Rettungskinder rechtfertigen.“


www.hubert-hueppe.de
www.behindertenbeauftragter.de

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